Wehrübung beim PzGrenBtl 908 - Reservistenkameradschaft Ingolstadt

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Wehrübung beim PzGrenBtl 908

Aktivitäten
Wehrübung beim PzGrenBtl 908 in Hagenow 04.07. - 11.07.2017

1. Tag, Dienstag, 04.07.2017:
Ich stehe um 0545 auf und fahre mit einem früheren Zug (0655 statt 0900) vom Ingolstadt Hbf ab. Hamburg Hbf erreiche ich ohne Probleme 1158 bei bewölktem Himmel. Am Gleis gegenüber steige ich in den schon bereitstehenden Zug nach Rostock (1223) ein. In Hagenow Land bin ich um 1335.
Der Spieß kommt mit seinem Privatfahrzeug und wir warten noch gemeinsam auf den Kameraden L.. Dieser kommt jedoch nach Rückfrage erst um 1600, so daß wir zur Kaserne zurückfahren. Dort werde ich zum Gebäude 39 der 1./PzGrenBtl 401 gebracht und erhalte den Stubenschlüssel für Stube 429 im 3.OG.
In der OPZ im Gebäude 14 bekomme ich vom Kompaniechef H G., den Auftrag zum Fuhrparkservice zu gehen und dort einen VW Amarok geländegängig zu übernehmen. Ich bin also für die Dauer der Übung beim Vor- und Nachkommando als MKF zbV für die KpFü eingeteilt.
Am Parkplatz J treffe ich den TStOffz OLT S. und SFw B. vom Stab 401 bei der Übernahme verschiedener Fahrzeuge mit einem Herren des Bw-Fuhrparkservice an. Zusammen mit den beiden gehe ich zum Stabsgebäude Nr. 5 um dort nach einem Einweiser und Überprüfer für den Amarok und die Greenliner nachzuforschen, da meine Kameraden und ich weder auf die genannten Fahrzeuge noch auf die 8-Sitzer  geschult sind.
Anstatt der bestellten Widder wurden 908 eben nur diese Fahrzeuge übergeben. Von den 6 geplanten Mardern steht momentan nur 1 zur Verfügung, da 5 von der aktiven Truppe benötigt werden. Nach mehreren Telefonaten, die Kameraden sind alle auf Übung oder im Urlaub, erklärt sich SFw S., Kraftfahrzeugfeldwebel vom Geb. 30 bereit morgen Mittag für 2 Reservisten eine Einweisungs- und Überprüfungsfahrt durchzuführen. Der Himmel ist blau mit einigen Wolken und es ist angenehm warm.
Nach der Rückkehr und Meldung der Sachlage bei H G. im Geb. 14 soll ich zusammen mit Kamerad K. den U-Raum und die KpFü für die Nutzung her- und einrichten (1530-1600). Um 1630 ist bereits Dienstschluß.
Im Mannheim mit den Kameraden gemeinsam Schnitzel mit Würzfleisch zu Abend gegessen (1700-1845).
Kamerad L. ist mit mir danach auf Stube 429, wo wir unsere Sachen auspacken, die Spinde einräumen und unsere Betten beziehen (1900-1940). Besuche die Kameraden im Block 14, die dort im Gemeinschaftsraum 2.OG nächtigen, auf einen Schlummertrunk und bin um 2150 wieder zurück auf Stube, wo ich mich mit meinem Stubenkameraden verratsche. Im Bett 2315.

2. Tag, Mittwoch, 05.07.2017:
Wir stehen um 0530 auf. Draußen ist es regnerisch naß und durchgehend bewölkt. Zu den Sanitär- und Waschräumen, dann Schuhputz herrichten. Mit L. zum Frühstück von 0600-0645. Im Anschluß zur OPZ zum Antreten. Mittlerweile regnet es ordentlich.
In der Raucherecke warten wir auf das Eintreffen der Führung zum Antreten um 0705. Der Auftrag ergeht zwei U-Räume mit je 24 (10+14) und je 26 Feldbetten einzurichten. Dazu muß zuerst die vorhandene Möblierung aus Stühlen und Tischen auf die Seite bzw. in den Flur geräumt und danach rausgekehrt werden. Um 0800 können wir bei der MatGrp in Geb. 07 die Liegen in Empfang nehmen. Das Verbringen und Verteilen auf die Räume dauert bis 0900. Nach einer kurzen Pause gehe ich mit dem Kameraden J. zum Fuhrparkservice zur Übernahme von Fahrzeugen, da ich jedoch keine Einweisung und Überprüfung vorweisen kann, fahre ich mit J. im Greenliner wieder zur Kompanie zurück (0930). Bis 1030 richten wir das Gezi, die KpFü und die anderen Räumlichkeiten für deren Benutzung her z.B. durch Ausstattung mit Tischen und Tafeln.
Danach mit zwei Kameraden zur LHBw zum Tauschen ins Geb. 08. Zurück im Geb. 14 noch Restarbeiten erledigen, dann in der Kantine Mittagessen von 1115-1140.
Eigentlich sollte die Einweisungs- und Überprüfungsfahrt ab 1230 durch SU M. mit Treffpunkt vor dem Geb. 14 stattfinden. Da nach längerer Wartezeit keiner auftaucht, machen OLT S. und ich uns auf die Suche nach diesem. Im Geb. 30 ist er jedenfalls nicht mehr, wir finden ihn auf dem Weg vom Stab zurück vor dem er fälschlicherweise auf uns gewartet hat. Der Treffpunkt ist wahrscheinlich auf der Meldekette nach oben vertauscht worden.
Zu viert verlegen wir zur Schlepphalle 37 und SU M. gibt dort eine kurze Einweisung in die Technik des Fahrzeugs VW Amarok DC 2,0l TDI. Ab 1315 beginnt die Einweisungsfahrt mit L. als Fahrer. Es geht Überland und mit Fahrerwechsel zurück. Auf dem StOÜbPl Hagenow erfolgt die Geländeeinweisung und Überprüfungsfahrt. Aufpassen müssen wir auf die Kameraden von 401, die dort gerade durchs Gelände streifen. Um 1600 ist der Spaß vorbei und wir setzen SU M. am Geb. 30 ab und melden uns bei der Kompanie zurück. Dann ab zum Abendessen 1620-1645.
Im Anschluß (1700-1900) mit H L., H R. und Kamerad J. zum Übungsplatz Helm um das Gelände für die Übung am Wochenende zu inspizieren. Über die Schranke 18 an der Hagenower Chaussee (L04) biegen wir auf den Übungsplatz ein. Nach ca. 575m fahren wir an der Kreuzungsspinne im östlichen Teil des Übungsplatzes nach links.
Nicht weit davon sind die angedachten Stellungen für das Feindkommando des C-Zuges (Camp Evil). Zur besseren Übersicht fahren wir auf der Verbindungsstraße zum Aussichtspunkt des Geländes, den Feldherrnhügel, nahe des zentralen Kreuzungspunktes mit der pilzförmigen Findlingsformation.
Dort schwenken wir nach links zu der "Alten Kommandantur", bestehend aus zwei Übhäusern mit Tunnelverbindungen untereinander und zum Gelände für den Häuserkampf. Das Ensemble bietet eine gute Möglichkeit zur Verteidigung, das Ausweichen durch die Lücke im Stacheldrahtzaun muß  jedoch kenntlich gemacht werden um Verletzungen zu vermeiden. Auf dem Dach habe ich mir schon meinen Platz für die Übernachtung am Wochenende ausgesucht.
Der Aufmarschweg des angreifenden B-Zuges wird von den dreien zu Fuß begangen, während ich auf der Straße für die Übernahme auf- und abfahre. Nach der Rückkehr von der Erkundung in der Kaserne, TD am Amarok, im Gezi abgemeldet und in den 2. Stock zu den Kameraden. Mit L. auf Stube zurück und noch für ein halbes Stündchen bis zur Schließung um 2000 ins Mannheim zum Plauschen.
Stoße um 2100 zu den Kameraden am Geb. 14 Raucherecke, wo gerade SFw B. und HFw C. eingetroffen sind. Es entwickelt sich noch eine angenehme Unterhaltung mit den Kameraden. Wie ich um 2200 die Segel streiche kommt SFw H. gerade in Zivil mit seinem Auto an. Im Block zurück zum Duschen. L. ist noch nicht zurück. Evtl. kommt B. zum Übernachten auf unsere Stube. Lese noch etwas im Bett bis 2315. Kaum das Buch weggelegt, kommt L. zurück und so dauert es noch etwas bis Ruhe einkehrt und das Licht gelöscht wird.

3. Tag, Donnerstag, 06.07.2017:
Aufstehen 0530. Waschen und Rasieren. Frühstück 0605-0650 mit L.. Wir sind zu spät dran und müssen diesmal hinter der neuen AGA, die einen Frauenanteil von 10% hat, anstehen.
Nach Rückmeldung in der OPZ (0705) mache ich den Amarok bereit für die Fahrt mit H R., den ich zu den Munbehältern an der Hindernisbahn fahren soll. Wir verpassen uns irgendwie, so daß ich alleine dorthin fahre (0735), nachdem ich mitbekomme, daß er bereits zu Fuß dorthin unterwegs ist.
Nach kurzem Abstecher zur OPZ fahre ich H R. zum SIM-Zentrum Geb.27, der dort mit SFw K. den Empfang von 2 AGDUS PzFst 3 und 1 AGDUS Milan für morgen früh 0715 durch mich abspricht.
Ich setze H R. am Geb. 14 ab, übernehme H L. (0815) und wir unterstützen die Kameraden, die den einzigen Marder in der Schlepphalle 38 fertigmachen, durch Hin- und Herfahren zwischen Schlepphalle und Schießbahnwärterhaus (Geb. 1) gleich vor der Ausfahrt Wache NW, wo wir die leeren 5L-Wasserkanister auffüllen und zurückbringen.
Ich erfahre durch L., daß wir unsere Stube nun doch räumen und in die OPZ umziehen müssen. Übergebe ihm schon mal die Stubenschlüssel, da ich gleich nach der letzten Fuhre das Auto auf dem Parkplatz Schießbahnwärter stehen lassen und auf den Marder mit H L. aufsitzen soll. Das geschieht gegen 0900 am Kasernentor.
H L. auf 2 unter Luke, ich auf Schütze 3 Position. Wir müssen während der Fahrt die Kopfhörer in die Sprechhauben montieren, was uns bis zum Panzertreck auf dem StOÜbPl nicht gelingt, da die Teile ziemlich ramponiert sind. Bei der anschließenden Schaukelfahrt ziehe ich mir den Unmut der Kameraden zu, da ich unbeabsichtigt auf Bordfunk geschaltet habe und die Kameraden mit Interferenzen störe. Endlich ist die Haube fertig und ich kann mich auf die Umgebung konzentrieren.
Für den Wellengang habe ich zu üppig gefrühstückt. Teile mir die Luke mit H L., für den es unten auch nicht zumutbar ist. Die einzelnen Stationen werden abgefahren und ein Besprechungshalt eingelegt bevor es zurück in die Kaserne geht, wo wir am Tor vorher aussteigen und mit dem Amarok zurückfahren (1010). Den Wagen an der OPZ abgestellt und auf die Stube (1025) zum Packen, Bett abziehen und Spind ausräumen.
Im Geb. 14 richte ich mir dann meine neue Schlafstatt im Schulungsraum 302.1 im 2.OG ein, der als Gemeinschaftsschlafraum genutzt wird. OFw R. mit den Kameraden von 411 ist auch schon da, so daß ich mich in der Zeit von 1100-1120 einschleusen kann. Ich empfange dort auch meinen Dienstführerschein und meinen Truppenausweis.
Mit K. fahre ich von 1145-1250 zum Mittagessen. Erhalte im Anschluß den Auftrag mit Amarok zum Geb. 13 zu fahren um dort bei der 5./401 Waffenkammermaterial, wie Funkgeräte, Sprechhauben, Batterien etc. zu empfangen. Das Material kommt auf die Spießpritsche und zu uns in den Block, wo im 2.OG eine Materialausgabe eingerichtet wird.
Im Gebäude erst einmal die Lage peilen und mit den neu eingetroffenen Kameraden unterhalten. Im Auftrag von H R. soll ich kontrollieren ob die Funküberprüfung der Funkgeräte (SEM 52, 70 und 80/90) stattgefunden hat, dies wird mir von SU H. und E., die beide bei der Einrichtung der Matausgabestelle mitgewirkt hatten, bestätigt. Meinen Amarok rüste ich gleich mit einem SEM 80/90 aus und stelle die Funksicherheit her (1545-1600). Abendverpflegung 1630-1700.
Im Gemeinschaftsschlafraum warten wir auf das Antreten im Flur. Hierbei wird L. vom HG zum SG befördert. Sodann erfolgt das Einrücken in den U-Raum 1.OG zur Einweisung in die Rahmenlage der Übung "Sommerregen".
Die Zentralregierung OBSIDIAs entsendet zur Eindämmung von Unruhen zwei Bataillone (MotSchBtl 100 in ROSTOCK und JgBtl 41 in BERLIN), die jedoch meutern. Separisten übernehmen die Macht in den abtrünnigen Provinzen und bereiten einen Anschluß an das Nachbarland Wislanien vor. Die Zentralregierung bittet die internationale Staatengemeinschaft um Hilfe bei der Erhaltung der staatlichen Integrität.
Die NATO weitet dazu ihr Mandat „Operation OBSIDIAN UNITY (OBSU)“ aus, an ihrer OBSIDIA FORCE (OBSFOR) ist auch Deutschland mit der 1.DEU Brig beteiligt. Neben dem PzBtl 203 und dem PzGrenBtl 401 wurde auch das PzGrenBtl 908 der 1. DEU Brig unterstellt.
Die NATO-Kräfte rücken in die abtrünnigen Provinzen ein und zerschlagen die hevellischen Streitkräfte. Daraufhin beginnen wislanische Verbände mit dem Einmarsch in diese Provinzen um ihre hevellischen Verwandten zu unterstützen.
Feindlage:
Vorgelagerte Aufklärungskräfte OBSFOR melden am 041315B jul die Spitzen der im Anmarsch befindlichen 2. WIS PzBrig 60.000 NO eigener StO (Hagenow) bei GÜSTROW.
Feind tritt in Richtung SSW mit vermuteter Absicht an, die Elbbrücken zu nehmen. Mit derzeitiger Stoßgeschwindigkeit werden Spitzen der 2. WIS PzBrig die Elbübergänge am 071800B jul17 erreichen.
Vermutlich befindet sich 10-20.000 vor Spitzen Aufklärungskräfte WIS, um die Gangbarkeit der Vormarschwege und die Position von OBSFOR-Kräften festzustellen.
Eigene Lage:           
PzGrenBtl 401 verzögert seit 051200B jul17 mit 3 Kp ab 50.000 NO eig StO. Eine weitere Kompanie bereitet im rückwärtigen Raum eine zusätzliche Verteidigungsstellung vor. Der Einsatz kampfkräftiger Teile des Bataillons erfolgt nahe des VRV, im rückwärtigen Raum befinden sich nur leichte Ustg-Einheiten sowie 3./908 der zugeteilten Brig-Res.
PzGrenBtl 908 befindet sich seit 301200B jun in seinem Verantwortungsbereich im Raum HAGENOW/JÄGERBRÜCK, um dort den Ausbildungsstand weiter zu erhöhen, so dass PzGrenBtl 401 ab 080900B jul bei Verzögerung fdl Kr bis 091400Bjul17 im Raum Hagenow unterstützt werden kann und die Voraussetzung zur Verteidigung der Elbübergänge durch die Brigade 41 diesseits der Elbe ab 091200Bjul17 zu schaffen.
Durchführung:
3./908 hat den Auftrag, die Ausbildung für Tle vordere und hintere Kampfräume SPz fortzuführen und bis 080900B jul die Verzögerungslinie „NEPTUN“ auf der Linie BRÜEL – DEMEN zu beziehen.
Absicht Chef 3./908 ist es, mit Tle RS-Klasse Ausbildung fortzuführen, um Personalreserve an RS stellen zu können sowie PzGren-Klasse am SPz Marder und unterschiedlichen Kampfweisen zu beüben, um PzGrenBtl 401 bei Auftrag Verzögerung unterstützen zu können.
Pause 1845. L K. hält den folgenden Vortrag, jedoch soll ich H M., L R. und OTL S. zur Erkundung nach Helm fahren. Also Fahrzeug vorbereiten sowie Karte und Verpflegung mitnehmen. Die Fahrt wird jedoch kurzfristig durch den Kompaniechef H G. abgesagt.
Ich fahre nur H R. zur 1./401, der meine Stube bekommen hat und OTL S. zu dessen Unterkunft im Geb. 1, dann schließe ich den Fahrbefehl für heute ab. Zur Teilnahme am Vortrag von L K. ist es mittlerweile zu spät.
Zum Schlafsaal und mit den Kameraden bis Dienstschluß 2030 unterhalten. Da das Geb. 14 keine eigenen Duschen aufweist müssen wir dazu ins Nachbargebäude 13 bei der 5./401 zum Duschen in den 3.Stock. Mit 5 Kameraden zum Duschen rüber. Hohle mir nasse Socken beim Anziehen, toll. Zurück im Schlafsaal mit Kamerad S. (Jahrgang 75) über alte Wehrdienstzeiten schwadroniert und im Nachbarschlafsaal mit Kameraden gesprochen.
Auf eigener Liege im eigenen Schlafsack um 2245. Es dauert noch bis es im Saal ruhig und das Licht ausgemacht wird. Aber macht mir nichts, da ich eh Ohropax nehme.

4. Tag, Freitag, 07.07.2017:
Aufstehen 0500. Es ist schon eher hell, die Vorhänge waren teilweise nicht zugezogen und die Kameraden teilweise vorher wach und auf. Im Vorraum des Herren-WCs am Handwaschbecken Morgentoilette durchgeführt.
Gehe mit Kamerad S. zum Frühstück (0535-0615). Bett und Sachen ordentlich aufräumen und verpacken, da es geplant ist draußen im Felde zu nächtigen. Kurz nach dem Antreten 0645 regnet es mittlerweile durch.
Ein Befehl jagt nun den nächsten. Erst soll ich die Hauptleute M. und K. fahren, Widerruf und Befehl zur Materialausgabe im 2.OG mit OFw A. (0700-0815).
Die bisherige Ausgabe des Materials verläuft schleppend, da auch die Züge wegen des Waffenempfangs gehindert und auch nicht informiert sind. Dränge den Zugführern, so sie denn zufällig vorbeischauen, auch Funkgeräte, Ferngläser und Kompasse zur Verteilung auf. Letztendlich müssen wir den Rest auf den Amarok verladen und es der übenden Truppe auf den StOÜbPl hinterherfahren (0900).
Bei der Munausgabe beim Beobachtungsturm wird das Material abgeladen. Es fehlen noch die Zieldarstellungen für die Panzerfaustschützen, also fahre ich mit K. in seinem blauen 8-Sitzer zum Schießbahnwärtergebäude und besorge zwei Panzerzielscheiben frontal. HFw C. weist uns bei der Rückkehr auf der Station die Standorte an und wir stellen die Ziele auf, die zum Abschluß noch Prismen für die  AGDUS-Pzfst3 erhalten (1000).
In die Kompanie zurückbefohlen zur Erststellung Materialerfassungslisten für Bestand und Ausgabe. Dazu Schlüssel für Matraum gesucht und Leerformulare im GeZi besorgt. Erfaße mit OFw A. das Material anhand der von mir gegengezeichneten Liste. Für die Waffen brauchen wir die Liste von der WaKa der 5./401. Dort müssen wir auf der Suche nach einem Verantwortlichen durch das ganze Gebäude laufen bis wir ihn finden (1100 freitags!). Die WaKa ist bereits geschlossen und es besteht kein Zugriff mehr. Dies melden wir dem Kompaniechef und so begebe mich dann mit diesem und H L. zum Mittagessen (1130-1230).
Vor der Rückfahrt auf den Übungsplatz noch schnell die Antennen montiert und abgespannt. Um 1235 am Beobachtungsturm mit den beiden Hauptleuten, dort Ausbilder- und Kommandantenbesprechung bis 1300. Im Anschluß wird das sogenannte 10-Minuten-Haus an der Schießbahn 7, in dem wir bereits im Mai 2015 die Wochenendübung verbracht hatten, auf seine Tauglichkeit für den Bataillonsabend durch H G., Spieß SFw S. und SFw K. inspiziert (1315).
Zur Kompanie zurück und 4 Panzerminen ausgeladen und zum Westtor hinaus bevor es um 1400 schließt. Mit H L. soll ich die am Kasernenzaun verlaufende Straße erkunden und um 1515 an der Hauptwache den Schlüssel für das Westtor abholen.
Auf der Hinfahrt begegnet uns der 8-Sitzer mit den Schiedsrichtern für die Übung und wir stehen kurz darauf an der Hauptstraße zur Kaserne, können aber nicht weiter, weil wir keinen Schlüssel für die Schranke 0 besitzen. Anscheinend haben die Leute im 8-Sitzer gedacht wir hätten einen. Wir drehen um und uns kommt OTL H. im Greenliner entgegen, der auch keinen Schlüssel hat. Wir fahren mit Karacho zurück zum Übungsplatz und organisieren uns den Schrankenschlüssel bei H R. und fahren zur Schranke 0 mit Volldampf (Allrad sei Dank) zurück, wo OTL H. bereits auf uns wartet. Wir schaffen es gerade rechtzeitig um 1500 zur Übernahme Schlüssel Westtor an der Hauptwache.
Hier kommt nun ein Wolkenbruch herunter, da es richtig schwül und dampfig war. Ich schwitze ohne geringste körperliche Anstrengung. Nachdem ich H L. an der Kompanie abgesetzt habe, fahre ich auf den Übungsplatz zurück und gebe den ausgeliehenen Schrankenschlüssel zurück.
Muß einem Kameraden unbedingt seine Medikamente aus seiner Tragetasche im Schlafsaal besorgen und noch Zigaretten organisieren (1630). Der Wolkenbruch hat inzwischen aufgehört wie ich auf dem Übungsplatz erscheine (1700). Ich nutze die Wartezeit bis 1830 mit Essen aus dem Verpflegungsbeutel im Fahrzeug, während die Befehlsausgabe draußen erfolgt.
Befehl für die Sicherung B-Zug, 3./908 072000 B aug
Feindlage
HEV Kräfte in Zg-Stärke standen im Feuerkampf mit Btl-Reserve 401.
Fd ausgewichen in Raum HELM
Vermutete Absicht des Feindes ist es, dort zu sammeln und sich zur Vtg einzurichten
Eigene Lage
PzGren Btl 908 befindet sich seit 301200B jun im Raum HAGENOW, um dort den Ausbildungsstand weiter zu erhöhen, so dass PzGrenBtl 401 zeitnah bei der Verzögerung unterstützt werden kann
Auftrag
3./908 hat den Auftrag, den Raum HELM aufzuklären und auftretenden Fd zu zerschlagen, um die Voraussetzungen für eine störungsfreie Fortsetzung des Verzögerungsgefechts des PzGrenBtl 401 zu schaffen
Durchführung
Absicht Chef 3./908 ist es, mit drei Zügen in den Raum HELM zu verlegen, diesen abzuriegeln und mögliche Feindkräfte aufzuklären.
Dazu
C-Zg sichert nördlichen Bereich HELM.
D-Zg sichert südwestlichen Bereich HELM
B-Zg klärt auf Raum HELM in allgemein östlicher Rtg
Ausgangspunkt: HAGENOW, EMA-KASERNE, DE
Marschziel: Raum HELM, 32UPE3902627833
Marschleistung: 8 km
Marschgeschwindigkeit: 30 km/h
Aufholgeschwindigkeit: 40 km/h
Einsatzunterstützung
San durch den StO HAGENOW
Verpflegung durch KpFw
Führungsunterstützung
Funkfrequenzen und Sprechtafeln unverändert
Bezugspunkte:
K: 3828
G: 4027
Parole bis 072400Bjul Puma Hotel
Parole ab 080000Bjul Jaguar Oscar

Mit dem Kompaniechef H G., seinem Stellv H L. und L. fahre ich durch den Übungsplatz zum StOÜbPl Hagenow-Helm, dabei komme ich zu einem Streckenabschnitt, der mit großen Steinsbrocken verstellt ist und muß diesen mit den Amarok überwinden, anscheinend eine Teststrecke für Geländefahrten.
Beim gerade stattfindenden G20-Gipfel soll Hamburg bereits brennen und nahegelegene Fallschirmjäger alarmiert sein. Beim Feldherrnhügel versuche ich mit H L. in gedeckter Haltung das bereits vor Ort liegende Feindkommando aufzuklären, was uns aber nicht gelingt.
Wir fahren zurück zur Schranke 17 und empfangen dort die Marder, die wenig später von Hagenow kommend hier eintreffen. Kopplungspunkt 1945 an der Kreuzung Mitte Übungsplatz..
Befehl für den Spähtrupp B-Zug, 3./908 072130 B aug
Feindlage
HEV Kräfte in Zg-Stärke befinden sich vermutlich im Raum HELM, um sich dort zu sammeln und zur Vtg einzurichten
Eigene Lage
3./908 hat mit drei Zügen in den Raum HELM verlegt, um diesen abzuriegeln und möglichen Fd aufzuklären und zu zerschlagen.
Auftrag
B-Zg sichert westlichen Bereich HELM und klärt auf Fd ostwärts eigener Stellungen
Durchführung
Absicht ist es, durch Einrichten Feldposten und Einsetzen von Sicherungen, westlichen Bereich HELM abzuriegeln und durch Einsatz von Spähtrupps Fd aufzuklären
BRAVO richtet ein bis 072130B jul Feldposten im Bereich K plus 06, minus 05 und sichert in allg. östlicher Rtg durch Alarmposten und Alarmstellungen
linker Nachbar C-Zg, Grenze: Straße bei K plus 4 im weiteren Verlauf
rechter Nachbar D-Zg, Grenze: südliche Grenze Raum HELM
klärt auf bis Ostgrenze Raum HELM durch Spähtrupps
dazu Einsetzen Sicherungen
Ansatz von Spähtrupps ab 072130B jul
Eigene Lage
3./908 hat Sicherungen im Bereich HELM eingesetzt und dort vermuteten Fd abgeriegelt.
Auftrag
Absicht Chef 3./908 ist es, durch den Ansatz eines Spähtrupps zu Fuß die Wege zu prüfen, ob feindfrei und panzergängig, um die Voraussetzungen für das Durchkämmen des StoÜpl HELM zu schaffen.
Durchführung
Zeit bis zur Meldung der Ergebnisse: Befehl plus 3 Stunden
Ich muß um 2145 H G. in die Unterkunft zurückbringen und mit H L. unser Gepäck für die Übernachtung aufnehmen. L. fährt mit H G. im blauen 8-Sitzer hinter H L. und mir her. Wir verlassen den Übungsplatz über die Schranke 17 in grober Richtung Süd. Da wir keine Karte über die Umgebung, sondern nur die Übungsplatzkarten besitzen, fahren wir einfach blind auf Gefühl in die ungefähre Heimatrichtung.
Wir haben Glück und finden in der übernächsten Ortschaft die Hinweisschilder nach Hagenow. Über Perdöhl-Körchow-Setzin und Toddin nach Hagenow (2215). Die Straßen sind teilweise schlechter als auf dem Übungsplatz und übersät mit lauter Schlaglöchern. Erschwerend ist die schon hereinbrechende Dunkelheit bei der Orientierung.
Nach Rückkehr zum Geb. 14 werde ich bei Rückmeldung vom S3StOffz OTL H. in der KpFü in Habacht gestellt und wegen Überschreitung der Lenk- und Ruhezeiten mit einem Fahrverbot belegt. Ich muß das Gesprächsergebnis zwischen den Hauptleuten G. und L. mit dem OTL H. draußen im Flur abwarten. Die Entscheidung um 2220 lautet: Fahrbefehl abschließen und sofortige Nachtruhe antreten.
Ich bin sauer, habe mich so auf das Biwak gefreut. Wegen sowas komm ich doch hier hoch. Hilft nichts, Befehl ist Befehl. Also runter zum Amarok Fahrbefehl abschließen, Schlüssel im Gezi abgeben und in den Schlafsaal im 2.OG gehen.
Die Kameraden bemerken mein mürrisches Gesicht wie ich meine Waschutensilien zusammenraffe und in den Nachbarblock zum Duschen gehe (-2300). Es bringt nichts zu schlafen, da die Kameraden sich noch unterhalten, also beteilige ich mich. Licht aus 2345.

5. Tag, Samstag, 08.07.2017:
Aufstehen 0630. Rüber zur 5. zum Waschen und Rasieren. Nach Rückkehr alleine zum Frühstück 0705-0740 und mit SU H. zurück. KpFü und Gezi sind noch abgeschlossen. Nach Öffnung GeZi warte ich bei SFw H. und N. auf weitere Befehle. Mit N. zum Amarok wegen TD. Nach Eintreffen des stellv Kompaniechefs um 0900 mit diesem zum SIM-Zentrum und die dortige RS-Ausbildung besucht. Von 1000-1025 kurz im AGSM Geb. 42 vorbeigeschaut und wieder zurück zur OPZ. Mit N. zum Mittagessen von 1100-1130.
Es ist wieder dampfig und recht warm, fast zu warm. Die geplante Abfahrt zum StOÜbPl Helm soll um 1200 erfolgen, wird aber 1230, als wir mit drei Fahrzeugen losfahren. Ich bin mit H L. Führungsfahrzeug, dahinter OTL H. im Greenliner mit den 411ern, die eingeladen wurden der Übung beizuwohnen und als letztes Fahrzeug der blaue 8-Sitzer mit OTL S.. An der Schranke 18/18a trennen sich unsere Wege, da OTL H. über Schranke 18a direkt zum Feindkommando im Camp Evil fährt.
Wir fahren entlang der Übungsraumgrenze um nicht entdeckt zu werden und nähern uns dem Bravo-Zug weit ausholend von hinten. Dieser ist noch in der Übungseinweisung, so daß wir schnell noch ein überzähliges G36 für N. zum Charly-Zug bringen können, dabei setzen wir auch OTL S. ab.
Rechtzeitig zum Übungsbeginn sind wir um 1330 zurück, und begleiten den Bravo-Zug auf dem Hauptweg durch die Liegenschaft. Dieser greift mit Unterstützung von zwei Mardern ausgehend von der alten Kommandantur parallel des Hauptwegs überschlagend Richtung Camp Evil an. Pyrotechnik und der Einsatz von Leuchtraketen verleihen dem Szenario Authentizität. Am Ende wird die Stellung gestürmt und der in die Wälder ausweichende Feind verfolgt. Übungsende 1430.
Abfahrt zur Kaserne ist erst 1620, nachdem die Grünteile ihre Abschlußbesprechung erhalten haben. Nach Ankunft im Gebäude 14 werde ich bei der Matausgabe gebraucht. Baue meine Antenne vom Funkgerät am Amarok ab und das SEM80 aus. Ich bringe es gleich nach oben in den 2.Stock zur Matausgabe und bleibe hier bis 1830, weil noch nicht alle Teile abgegeben wurden.
Danach ist das Duschen freigegeben und für den Bataillonsabend sind eh frische Klamotten angeordnet. Ab 2000 wird mit den 8-Sitzern und der Pritsche ein Pendelverkehr vom Block zum 10-Minutenhaus eingerichtet, das dauert jedoch unverhältnismäßig lange. Daher unterstütze ich mit dem Amarok. Als einer der letzten treffe ich mit der Pritsche ein. Noch ein kurzes Antreten um 2030, ab 2100 heißt es Bier frei.
An der Essensausgabe gibt es verschiedene Salate und Grillfleisch. Zu den Kameraden auf die Bierbank gehockt und nach dem Schmaus geben die einzelnen Züge, die ein paar Einlagen geprobt haben, diese jetzt zum Besten.
SFw B.s Richtschützen singen, HFw M. trägt mit seinen Leuten das Konzept innere Führung als Art stille Post vom Oberst bis zum einfachen Soldaten vor und L K. stellt in einem Dialog vor, was Soldaten am Wichtigsten ist.
Im Anschluß wird noch das Panzerlied gesungen. Der Abend klingt aus am Lagerfeuer bei Unterhaltung und Gesang, unterstützt durch Liederbücher und eine Gitarre. Um 2400 wird der Aufbruch befohlen, gelange mit dem 8-Sitzer zur Unterkunft. Im Bett 0030.

6. Tag, Sonntag, 09.07.2017:
Aufstehen um 0600 bei hellblauem, sonnigen Himmel. Ich bin der Erste im Schlafsaal der wach ist. In den Waschraum und Doku während die Kameraden langsam wach werden. Mit W. um 0630 zum Frühstück und um 0715 zurück. Die Sonne verspricht heute einen warmen Tag.
Hinterm Gebäude um 0745 Antreten zum Befehlsempfang. Dann Bett zurückbauen und Gepäck zusammenpacken, da wir vom Nachkommando am Nachmittag wieder in die Gästestuben der 1./401 einquartiert werden sollen.
Ich bringe OFw A. zu den Munbunkern an der Hindernisbahn zur Absteuerung Restmun und fahre dann um 0830 hinter OTL S. im Greenliner her zur Esso-Tankstelle in der Soeringstraße (B 321) in Hagenow zum Tanken und Waschen. Die paar 50c-Stücke reichen gerade einmal zum Aussaugen und die Wertmarken für den Hochdruckreiniger gehen noch schneller weg.
In der Kaserne zurück (0915) wische ich noch mit einem Schwamm das Fahrzeug von innen heraus und erledige noch ein paar kleine Fahraufträge. Der Befehl an die Bahnfahrer wird ausgegeben in Zivil über Hamburg zu fahren und falls dies nicht möglich sein sollte, ist dann über Berlin heim zu fahren. Und dies alles wegen des soeben beendeten G20-Gipfels. Nun sollen wir also unsere Uniform verleugnen, nur um womöglich ein paar linke Idioten nicht zu provozieren. Gehts noch? Mittag 1115-1145.
Im Block warten auf weitere Befehle. Die Verabschiedung der Kameraden beim Abschlußantreten ist um 1300. Besprechung Nachkommando im U-Raum 1415. Mit Spieß und K. zum 10-Minutenhaus und dort die Biertischgarnituren und den Grill auf die Pritsche verladen bis 1500. Die Säle kehren und das Mobiliar an seinen angestammten Platz zurückstellen. Treppenhäuser fegen bis 1700. Danach den Amarok zum Parkplatz BwFuhrparkservice bringen und Fahrbefehl abschließen. Ich trage die gefahrenen Kilometer (242km) in mein Fahrtenbuch nach und lasse OTL S. unterschreiben (1730).
Mit L. beziehe ich wieder unsere alte Stube 429 im Gebäude 39. Dort Bett beziehen, Schuhe putzen und Duschen (1830). Mit OTL S. habe ich mich um 1900 an der Hauptwache zur Fahrt zum Abendessen verabredet. Er kennt eine gute Burgerbude an der Autobahn (Lara´s Dinner & Autohof Wittenburg an der A24) zu der wir in seinem Privat-Kfz aber in Uniform fahren.
Als wir dort eintreffen, erkenne ich bei der Suche nach einem Platz im Biergarten wegen der tiefstehenden Sonne die Kameraden J. und K., dazu noch in Zivil, nicht gleich. Setzen uns zu den beiden an den Tisch und bestellen uns auch was. Wegen erhöhten Besucherandrangs bei dem schönen Wetter dauert dies allerdings 1,5h bis wir unser Essen erhalten.
In der Kaserne zurück gegen 2130. Im Bett 2230.

7. Tag, Montag, 10.07.2017:
L. steht schon um 0530, ich erst um 0600 auf. Zum Frühstück 0620-0730. Vor dem Befehlsempfang um 0800 helfe ich noch SFw H. beim Aufräumen. Für alle Fälle soll ich mir meinen bereits abgegebenen Bw-Führerschein im GeZi wieder aushändigen lassen. Zufälligerweise parkt gerade der Schießbahnwärter vorm Gebäude, so daß OTL S. und ich die beiden ausgeliehenen Panzerzielscheiben nur noch auf die Pritsche laden müssen. Perfekt.
Für die Handinnenreinigung des weißen 8-Sitzers den Schlüssel im Gezi geholt und dann SFw H. und L. bei der Munition geholfen. In diesem Zuge mit zu den Munbunkern zur Abholung der eingelagerten Munition zur Verbringung dieser zur Kompanie zurück zwecks Nachzählung.
Während die Kameraden nachzählen schabe ich von den Nebelgranatenbehältern die Etiketten ab und sortiere die Patronenhülsen von den Gurtgliedern von 0930-1115. Bis 1200 Nachbeschriften der Patronenschachteln mit den richtigen Losen und Auflistung des Bestands an Gewehr- und BMK-Patronen. Draußen hat es sich mittlerweile eingepißt. Mittag 1200-1300.
Nachdem der Raum für die KpFü nicht mehr genutzt werden muß, wird saubergemacht und der ursprüngliche Möblierungszustand wiederhergestellt. Ab 1400 erscheinen die Kameraden von der Waffenkammer der 5./401 zur Abzählung und Abholung der Munition, wobei wir unterstützen.
L. und ich erhalten vom Spieß den Auftrag den Grill zu reinigen. Die erste Reinigung mit Stahlbürsten draußen vor der Kompanie im Regen ist ihm jedoch nicht sauber genug, also nachreinigen.
Bei der Besprechung um 1600 werden die restlichen Aufträge verteilt. Die Fahrzeuge sollen heute noch sauber gemacht, der Grill und die Biertische morgen um 0800 zur 4./401 zurückgebracht werden. Abendessen in Kantine 1620-1730.
Mit SFw H. und OTL S. im blauen 8-Sitzer die Bataillonshinweisschilder in der Kaserne abgebaut. Wegen des strömenden Regens fällt die Reinigung der Fahrzeuge flach, also bringt mich SFw H. zu meiner Unterkunft zurück (1800).
Die Stube ist verschlossen, also ins Mannheim und dort den Schlüssel bei L. abgeholt, der dort mit K. und J. weilt. Zurück und geduscht.
Wie ich den Schlüssel um 1900 im Mannheim bei L. abgeben will, werde ich aufgefordert noch zu bleiben um ein Bierchen mitzutrinken. Aus einem werden zwei, lade die Kameraden auch ein. H G. kommt in zivil dazu. Nach Schließung Mannheim 2030 verlegen wir auf Einladung H G. auf einen Umtrunk auf seine Stube 115 in Geb.1. Ich bleibe noch bis 2130 und mache mich dann auf den Weg zu meiner Stube. Im Bett 2250.

8. Tag, Dienstag, 11.07.2017:
Aufstehen 0530. Es ist durchgehend bewölkt. Nach Morgentoilette Gerödel zusammengestellt, Rucksack gepackt und Bett abgezogen. Frühstück 0615-0645. Stube aufräumen und fegen bis 0715.
Mit der Pritsche den Grill und die Biertische zur 4. zurückgebracht, alles ohne Spieß, da der vor 8 nicht von daheim herkommt. Ohne die Organisation von SFw H. wären die Arbeiten wie geplant erst später erfolgt mit Dienstschluß um 1030.
So aber bringt SFw H. L. und mich schon zwei Stunden früher zum Zug, so daß ich meinen Zug um 0832 in Hagenow Land erreichen kann. L. fährt Richtung Berlin als Erster ab, SFw H. wartet noch mit mir auf meinen Zug. Die Abfahrt ist pünktlich um 0832.
Hamburg erreiche ich gegen 0942. Ein Uniformverbot besteht nicht mehr und ich bin nicht der einzige Soldat am Bahnsteig. Der ICE787 fährt nach München um 1001 ab und wäre um 1530 in Ingolstadt angekommen. Aber durch zwei Personenschäden vor Hannover-Langenhagen und im Bahnhofsbereich Göttingen kommt es zu längeren Aufenthalten und großräumigen Umleitungen, was zu massiven Zeitverzögerungen führt.
In Hannover schon 35min Verspätungen und in Kassel noch einmal 30min warten auf den Lokführer, der auch auf der Strecke hängengeblieben ist. So erreiche ich Ingolstadt Hbf erst um 1721.
 
Wolfgang Reitzer, OSG d.R.
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