Wehrübung Augustdorf - Reservistenkameradschaft Ingolstadt

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Wehrübung Augustdorf

Aktivitäten
Wehrübung beim PzGrenBtl 908 in Augustdorf vom 22.-24.07.2016
 
1. Tag, Freitag, 22.07.2016:
Abfahrt zum Hauptbahnhof um 0734. Wetter sonnig und warm. Mit dem ICE 1682 nach Würzburg um 0758. Dort muß ich in den ICE 1162 nach Hannover umsteigen.
In Hannover treffe ich 15 Minuten verspätet ein, so daß ich meine Anschlußverbindung nicht mehr erwische. Ich nehme den Folge-ICE nach Bielefeld, wo ich Fhj H. vor dem Bäcker antreffe. Zusammen fahren wir weiter nach Detmold, welches wir 1420 erreichen. Das Wetter, das bis Hannover sonnig mit ein paar Wolken war wird wolkiger und dunkler, je mehr wir nach Westen vorwärts kommen. In Detmold regnet es dann. Das kann ja ein feucht(fröhliches?) Wochenende werden. OSG L. holt uns vor dem Bahnhofsgebäude ab. Kamerad Julian S. ist vor uns angekommen und sitzt schon im Fahrzeug. Noch kurz zum Einkaufen beim EDEKA und dann weiter Richtung Augustdorf.
Ankunft in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne Geb. 319 über das Nordtor um 1450. Ich suche die Stubenschilder nach meiner Zuteilung ab, kann aber nirgendwo meinen Namen entdecken. Wie ich später erfahre bin ich bei der Einteilung vergessen worden.
Also in die Schlange vor dem GeZi eingereiht und ewig zur Einschleusung angestanden (0,5h). Es muß erst noch ein Haufen Papierkram erledigt werden.
Ich bin der 3. Gruppe unter GrpFhr U(FA) D. zugeteilt. Weiter gehören dazu OG L., U E., sowie zeitweise Fhj H. und U M.. Nach Rücksprache im GeZi werde ich der Stube 103 (alles Dienstgrade) zugeteilt. Beziehe mein Bett und verstaue das für die Übernachtung im Feld unnötige Gepäck im Spind. Im Anschluß lege ich die Gesichtstarnung wie befohlen an.
Um 1700 sammelt sich die Gruppe zum Waffenempfang vor der Waffenkammer im EG. Erhalte dort das MG3 mit Ersatzrohr und einen gefüllten Patronenkasten DM2. Im gegenüberliegenden Raum erhalten wir von U(FA) D. die Einweisung in die Lage und unseren Auftrag.
Lage:
Instabile politische und wirtschaftliche Verhältnisse führen zu sezessionistischen Bestrebungen der alanischen Bevölkerungsteile Obsidias. Dies führt zu Streiks, Demonstrationen und gewalttätigen Ausschreitungen und gipfelt in terroristischen Anschlägen der paramilitärischen Miliz "Alanian Vigilant Group" (AGV).
Auftrag:
Um eine humanitäre Katastrophe und ein Auseinanderbrechen Obsidias zu vermeiden stellt die NATO mit UN-Mandat die staatliche Integrität wieder her. Deutschland beteiligt sich mit der 1. DEU Brigade, welcher das PzBtl 203, das PzGrenBtl 212 und das PzGrenBtl 908 unterstellt ist.
Das PzGrenBtl 908 verlegt dazu in den Verfügungsraum, der, wie aus nachrichtendienstlichen Quellen bekannt, von Kämpfer der AGV bestreift wird. Nach Verbindungsaufnahme mit den Nachbarn ist die befohlene Stellung auszubauen, das Vorfeld zu sichern, feindliche Angriffe abzuwehren und auftreffender Feind zu zerschlagen. Auftretende Zivilbevölkerung ist teils passiv, teils sympathisierend mit AGV.
Speziell 3.Gruppe:
Stärke 1/5, Bewaffnung nach STAN, 2 SEM 52. Verfügungsraum STAPEL Alpha Nord, Verlegung zu Fuß, Sicherung nach Westen bis 1800, Aufklärung bis 2400.
Ab Nordtor klar zum Gefecht. Auftretender Feind ist sofort zu bekämpfen.
Einsatzunterstützung Sanzentrum Augustdorf und Selbstversorger.
 
Wir erwarten noch das Eintreffen des verspäteten Kameraden M. und dann marschieren wir mit den Waffen und unseren vollen Rucksäcken um 1730 ab.
Über die Dedelstorfer Allee, die Paradestraße und die Augustdorfer Allee erreichen wir das Kasernennordtor. Der Dauerregen, der uns am Bahnhof empfangen hat, hat aufgehört und es ist wieder trocken (kein Nässeschutz nötig!).
In der Kaserne kann ich das MG noch quer über den Nacken tragen, außerhalb über den kurzen Trageriemen über den Hals. In das rechts der Kaserne liegende Wohngebiet eingeschwenkt und am Ende der Straße in den Wald eingesickert wo nach Auskunft eines ortskundigen Kameraden der kürzeste Weg verlaufen sollte. Erwischen den falschen Pfad und müssen ein Stück Weg zurück, bis wir auf den Zubringer über die Waldstraßenbrücke gelangen.
Auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Sennerandweg durch den Wald bis auf Höhe unserer durch Sandpisten getrennte, rechteckigen Verteidigungsabschnitte, deren Spitze bewaldet ist. Unser Gruppennest auf dem StOÜbPl STAPEL erreichen wir nach ca. 1h und ungefähr 4,5 km Marsch.
Nach kurzer Pause verlassen L. und ich das Gruppennest zum Alarmposten an der Wäldchenspitze. Wir sind als Alpha 3/Faust 3 die äußerste rechte Flanke unseres Alphazugs. Rechts liegt der Bravozug (fiktiv) und links Alpha 2 über den Panzertreck hinüber im angrenzenden Wäldchen. Wir müssen eine Wechselstellung einrichten, da rechts ein ebenes Vorfeld mit ca. 150m über eine leichte Kuppe führt und frontal von vorne ca. 100m bis zu einer Waldgruppe zu überwachen ist.
Mit dem MG stelle ich zuerst die Sicherung, während L. und später der dazugekommene M. schanzen (1845-1920). Kurz darauf muß das Schanzen unterbrochen werden, da im Vorfeld Bewegung festgestellt wird. Eine nichtidentifizierte Person (Kamerad J.) in Militärklamotten kommt auf die Stellung der Nachbargruppe zu. Eindeutig beim Auskundschaften der Stellung. Die Kameraden von Alpha 2 schicken einen Soldaten raus, der die Person mit der Waffe im Anschlag stellt und vor die Stellung bringt. Dort erfolgt eine Leibesvisitation und anschließende Abführung.
Wir bauen die Stellung aus bis 2000. Die ausgegebene Parole ist GC (Gulf-Charlie), solange bis etwas anderes befohlen wird. Die Abendverpflegung kann ich erst um 2130-2200 einnehmen, während unsere Ablösung vorne im Alarmposten Auge 3 liegt. Dazu wird die mitgeführte Verpflegung, eine Einmannpackung (EPa) Typ 6, die für 24h reichen muß, verwendet. Ich entscheide mich für den Schweinegulaschtopf mit Nudeln 300 g und gegen die indische Reispfanne mit Geflügelhacksteaks. Zum Nachtisch gönne ich mir noch Dessertcreme „Zitrone“ 80 g.
Nach dem üppigen Schmaus Fertigmachen zum Bestreifen des rückwärtigen Raums in Abwechslung mit den anderen Gruppen im zwei Stunden Rhythmus. Für L. und mich heißt das konkret die kammartigen Panzertrecks, die die kastenförmigen Verteidigungsbereiche trennen abzulaufen und bis zur Hälfte des jeweils vorderen Wäldchens vorzudringen und wieder umzukehren. Los geht es um 2215. Die Sicht ist durch die erst vor kurzem untergegangene Sonne noch einigermaßen gut. Wir machen dennoch abwechselnd Horchhalte und sind dann um 2315 wieder zurück und lösen gleich die Kameraden M. und H. im Alarmposten ab, die wiederum auf Streife gehen.
Diesmal liege ich mit U E. auf Wacht im Alarmposten bis 0100. Neben einem Doppelfernglas steht uns auch ein Restlichtverstärker zur Verfügung, der es uns erleichtert das Umfeld zu überwachen. Bis zu unserer Ablösung durch M. und L. gibt es keine besonderen Vorkommnisse. Eine geplante Nachtruhe von 0100-0300 ist mir leider nicht vergönnt, denn gleich nach Ankunft im Gruppennest fängt der Feuerzauber beim linken Nachbarn an.
Mit der Waffe (G36 von M.) in der Hand wieder zurück zum Alarmposten und links daneben in die ausgebaute Stellung für den Panzerfaustschützen gesprungen. Der Feind versucht vom gegenüberliegenden Wäldchen über die Ebene frontal in die Stellung der Nachbargruppe einzudringen. Im Licht unserer Leuchtraketen wird der Versuch des Feindes im Feuer erstickt.
Plötzlich werden wir durch zwei Feuerstöße in unserem Rücken aufgeschreckt. Ich kann aber kein Mündungsfeuer erkennen, aber hören wie jemand versucht eine Störung zu beseitigen. Anscheinend Probleme beim Durchladen. Nachdem mein  Zuruf nach Parole nicht beantwortet wird. Jage ich mehrer Schüsse in die Richtung des Geräusches.
Wie ich später erfahre haben H. und L. in der Ausweichstellung am Panzertreck einen anpirschenden Feind (J.) entdeckt und abgewehrt. Der Angriff war wohl nur zur Ablenkung gedacht. Nach Abwehr des Angriffs liegen wir noch geraume Zeit in Stellung. Wegen des Vorfalls sichere ich auch nach hinten ab.
Um 0200 kommt die Leitung (OL M. und noch 2 Mann) vorbei und ich melde. Eine Viertelstunde später, kurz nach dem Rapport, erteilt D. den Befehl zum Schlafen. Allerdings ist dies nur von kurzer Dauer, da um 0300 der Alarmposten abgelöst werden muß. Die Schnaken nerven und behindern beim Horchen. Immer wieder auf und mit dem Restlichtverstärker die Gegend nach Bewegung abgesucht. Wie von mir erwartet, passiert in dieser Nacht nichts mehr.
Der Mond verschwindet und im Osten dämmert der Sonnenaufgang. Ab 0500 kann ich mich bis 0630 hinlegen und dösen, aber mehr nicht. Den mitgebrachten Schlafsack und die Zeltbahn brauche ich nicht. Lege mich aber in den Schlafsacküberzug, hat ja eh noch angenehme Temperaturen. 

2. Tag, Samstag, 23.07.2016:
Frühstück um 0645 bestehend aus 2 Brotscheiben rund mit Konfitüre. Das Lager ist für den Abmarsch vorzubereiten, d.h. Ausrüstung in die Rucksäcke verstauen, da diese am Verpflegungspunkt abgeholt werden. Der Müll ist zu sammeln und abzutransportieren. Ausführung bis 0730. Anschließend warten auf weitere Befehle, derweil Verbesserung der Helmtarnung (rudimentär mit ein paar Blättern).
Der Feind soll gestellt und vernichtet werden. Dazu werden Sturmgruppen gebildet. Sturmbeginn ist angesetzt auf 0830. Unsere Sturmgruppe hat 2 Mann (H. und M.) ohne Ersatz abgeben müssen. Dazu wird uns noch die schwere Waffe entzogen.
Wir sammeln beim Zugführernest und sichern dann am nahen Waldrand und warten auf Einweisung, die um 0930 erfolgt. Habe dabei mein MG mit Kamerad K. gegen ein G36 mit Zweibein eingetauscht.
Auftrag:
Unsere Sturmgruppe bestehend aus Alpha 2 und 3 marschiert Richtung Süden bis auf einen ca. 4m hohen, bewaldeten Sandwall gestoßen wird. Diesem ist entlang nach Westen bis zu einem Durchbruch zu folgen. Dann sind weitere Befehle abzuwarten.
In der Zwischenzeit säubert die Deckungsgruppe ein kastenförmiges Wäldchen im Anschluß an den Wall mit Unterstützung durch SPz. Danach greifen die währenddessen aufgeschlossenen Sturmgruppen unter deren Deckung den Feind an.
 
Abmarsch in Schützenreihe um 1030. Entlang der ehemaligen Verteidigungsbereiche am Waldrand und über nahezu deckungslose Panzertrecks gelangen wir am Ostrand des Übungsplatzes zu einem zusammenhängenden Waldgebiet.
Die Entfernung ist mittlerweile für eine Funkverbindung zu groß. Wir bekommen zwar noch Meldungen über SEM 70 rein, können aber nicht antworten.
Über den Wald holen wir aus und erreichen so gegen Sicht gedeckt das Ende des Walls. Wir rücken auf dessen Nordseite bis zum Durchbruch vor (1100) und gehen dort in Stellung.
Gemäß Auftrag warten wir weitere Befehle ab. Aus meiner Stellung habe ich einen sehr guten Überblick über die sich nach Norden ausbreitende, leicht ansteigende Anhöhe, sowie das Kopfende des Walls im Westen. Neben einzelnen Personen, die über die Panzertrecks laufen (wahrscheinlich Leitungspersonal) entdecke ich auch verdächtige Bewegung am Wallkopf durchs Visier in ca. 300m.
Melde die Beobachtung an den Gruppenführer, der mit DF dort eine feindliche Milanstellung mit mindestens zwei Mann ausmacht. Leider kann diese Erkenntnis wegen der schlechten Funkverbindung nicht weitergegeben werden. Einen Befehl zum Ausschalten der Gefahr für unsere SPz erhalte ich trotz Nachfrage und aussichtsreicher Bekämpfungsmöglichkeit nicht.
Nachdem schon seit geraumer Zeit Panzergeräusche vernehmbar waren, tauchen nun die Turmsilhouetten der Marder über der vorgelagerten Kuppe auf. Nach Angriff auf das Wäldchen stoßen die SPz hinter die Kuppe ausholend zu uns vor.
Dort Besprechung der Kommandanten und des Gruppenführers, da keine Funkverbindung möglich war. Das Wetter hat bis jetzt gehalten, schlägt jetzt aber um in einen länger andauernden Landregen. Keine Zeit und Möglichkeit Nässeschutz anzulegen, der ja mit den Rucksäcken abtransportiert wurde.
Um 1200 befohlenes Antreten aller Sturmgruppen. Befehl zum Marsch entlang des Walls und um den Wallkopf herum. Es bildet sich eine lange Schützenreihe am Fuß des Walls. Eine Sicherung am Wallkamm wird nicht eingerichtet, was sich bereits nach kurzer Marschzeit rächt.
Ein klassischer Feuerüberfall eines einzelnen Freischärlers (D.) zwingt die Masse zu Boden. Unser sofortiger Gegenangriff über den Wallkamm stößt ins Leere, da der Gegner bereits abgebaut hat.
Nach kurzer Unterbrechung geht es weiter vorwärts. Der Wallkopf ist bereits gesäubert bzw. verlassen worden. K. sichert mit seinem Schützen 2 über den Wallkamm unsere Überquerung des Panzertrecks in das Kastenwäldchen. Dabei werden wir beschossen und das Feuer vom Sicherungs-MG erwidert.
Wir sickern in den Wald ein, Deckungsgruppe links, Sturmgruppe holt zur Umfassung rechts aus. Der Gruppenführer gibt mir den Befehl soweit vorzurücken wie möglich. Auf Grund des durch eine Erhebung beschränkten Schußfelds muß ich eine größere Entfernung zurücklegen was mich weiter von meiner Gruppe entfernt wie gedacht. Ich treffe jedoch hinter der Kuppe auf ein 2x2m große, ausgebaute Stellung in ca. 4m Höhe mit perfekter Schußauflage und Sicht über den durch eine kleine bewaldete Insel getrennten Sandtreck auf den gegenüberliegenden Waldrand.
Dort kann ich das Feindkommando sehen und die Befehle mithören. Eine Kontaktaufnahme mit meinen Kameraden ist trotz Sichtkontakts mit der Nachbargruppe wegen Nichtverstehens meiner Gesten (Feind voraus) nicht möglich. Ich entscheide selbständig das Feuer nicht vorzeitig zu eröffnen um meine Stellung nicht zu verraten. Ich muß nicht lange warten, dann ertönt Gewehrfeuer von links und sogleich das feindliche Abwehrfeuer aus dem Wald. Meine Gruppe stürmt daraufhin von rechts gegen den Feind. Ich bleibe in meiner Position und verschieße auf den am Mündungsfeuer genau erkennbaren Feind Schuß auf Schuß (hab 3 volle Magazine). Ich stelle das Feuer erst ein als ein eindeutiges Zielen nicht mehr geht und die Gefahr besteht die eigenen Truppen zu treffen.
Ich verlasse meine Stellung und eile den Kameraden hinterher. Bevor ich diese im Wald antreffe, erfolgt Übungsende (1300). Wir sammeln uns und suchen ein trockenes Plätzchen unter den Bäumen für die verdiente Pause.
Die anschließende Manöverkritik ist ziemlich gut bis auf den durchwachsenen Ausgang wegen der vielen Verluste.
Auf die SPz aufgesessen und Abmarsch zu unseren ehemaligen Verteidigungsstellungen vom Abend zum Aufräumen. Soweit kommt unser Marder aber nicht. Nach nur kurzer Zeit ertönt von Fhj H. vom TrpFhrplatz der Warnschrei "Kühlwasser". Der Panzer hält jäh an und der Verlust des Kühlwassers bestätigt sich. Die Ursache bleibt jedoch unklar. Jedenfalls ist die Fahrt hier zu Ende.
Wir steigen aus, greifen unsere Ausrüstung und Waffen (hab mein MG wieder) und machen uns auf zu unseren ca. 500m entfernten Stellungen querfeldein über die sandigen Panzertrecks. Der Marder mußte von einem Bergepanzer abgeschleppt werden wie ich später erfahre.
Verschwitzt gelangen wir zu unserem Alarmposten, der schon von unseren Kameraden auf Vordermann gebracht wurde. Mit der Spießpritsche kommen wir in die Kaserne zurück (1445). Bis 1730 reinigen wir grob die Waffen vor, dann gönnen wir uns die lang vermisste Dusche. Frische Klamotten angezogen und den Schuhputz hergerichtet, da Antreten erst für 1830, dann für 1850 befohlen ist.
Es werden zuerst die Beförderungen und dann die Verleihungen der ATB PzGren vorgenommen. Den Tag beenden wir mit einem gemeinsamen Bataillonsabend. Ich streiche die Segel um 2230 und bin eine halbe Stunde später im Bett.

3. Tag, Sonntag, 24.07.2016:
Nach einem totengleichen Schlaf bei dem ich nicht mitbekommen habe wie die Stubenkameraden zurückkommen stehe ich zeitgleich mit HFw M. um 0530 auf. Nach der Körperpflege bereite ich meine Sachen für die Abfahrt vor und räume dazu meinen belegten Spind. Ich muß heute nicht wie geplant mit dem Zug über Bielefeld und Hannover heimfahren, sondern kann mit den Kameraden W. und R. bis Kassel-Wilhelmshöhe mitfahren und dort auf den ICE heimwärts wechseln.
Zur Truppenküche im Gebäude 406 brechen wir um 0645 auf. Dort Einnahme des Frühstücks von 0700-0730. Um 0740 treten wir vor dem benachbartem Unterkunftsgebäude 410 zum Waffenempfang an. Mit den empfangenen Waffen zu unserem Gebäude zurück und den Flur im 1.OG für das Reinigen der Waffen herrichten, d.h. Tische und Stühle aufstellen.
So können wir bis 1030 die Waffen bei musikalischer Untermalung via Handy reinigen. Parallel erfolgt Stuben- und Revierreinigen. Dabei erledige ich vorab die Ausschleuseformalitäten um nicht später wie beim Einschleusen ewig anstehen zu müssen. Erhalte hierbei eine Chipkarte zur Bezahlung in der Truppenküche ausgehändigt. Die gereinigten Waffen verladen wir auf die Pritsche und meine Ausrüstung in W´s Privatkfz. Antreten zur Verabschieden erfolgt um 1130, da jedoch die Schlüssel der Stuben fast zur Gänze fehlen müssen wir noch stubenweise vor den selbigen antreten und die Schlüssel übergeben (die in den Schlössern steckten). Mit einer halbstündigen Verspätung wird das Abschlußantreten vollzogen. Wir verabschieden uns von den Kameraden und zerstreuen uns zu unseren Fahrzeugen. Die Bahnfahrer sind schon vorher vom KvD zu den jeweiligen Bahnhöfen Detmold oder Schloss Holte gebracht worden.
Wir fahren um 1218 ab. Über das Nordtor, die A33 und A44 nach Kassel bis zum Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe um 1330. Da S´s Zug erst nach 1500 und mein ICE erst um 1424 abfährt gönnen wir uns noch einen Eiskaffee und einen Eisbecher in einer Eisdiele. Eine Viertelstunde vor Abfahrt verabschieden wir uns voneinander und ich steige die Treppe zu meinem Bahnsteig hinunter, wo ich die Kameraden E. und S. treffe, die von K. zum Bahnhof gefahren wurden und nun mit mir bzw. bis nach München im ICE 789 weiterfahren.
In Ingolstadt bin ich dann pünktlich um 1655. Mit dem Regionalzug nach Ingolstadt Nord um 1707 und von dort bei schönstem Sonnenwetter nach Hause marschiert (1725).
 
 
Wolfgang Reitzer, SG d.R.
 
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